In meinem Beruf als Personal Trainer, versuche ich oft Bilder in den Kopf meiner Kunden zu kreieren, sodass sie es immer präsent haben und zu 100% verstanden haben.


Ein Bild, welches ich liebe zu kreieren, ist das Bewegungskonto.


Ja, Bewegungskonto nicht Bankkonto. Was meine ich nun mit einem Bewegungskonto?

Stell dir bitte vor, dass du in Form von Bewegung oder eines aktiven Alltags in deinen Körper einzahlen könntest. Natürlich werden auch für eine inaktive Lebensweise oder falsche Bewegungsmuster von diesen Konto Abbuchungen getätigt. Wenn du das verstanden hast, dann musst du für dich nur eine Sache festlegen: Wie soll dein Kontostand aussehen?

Hoffentlich Positiv, also im Plus. So ist es auf jeden Fall bei deinem Bankkonto, davon gehe ich nun einfach mal aus. Warum ist es dir so egal bei deinem Bewegungskonto? Wenn du fünf Tage die Woche acht Stunden vor dem Rechner sitzt, sind es 40 Stunden inaktiv in einer ungünstigen Position für deinen Bewegungsapparat. Es wird sehr viel von deinem Bewegungskonto abgebucht. Nun gehst du zweimal in der Woche in ein Fitnessstudio, welches sehr löblich ist. Nun kommt die entscheidende Frage: Ist die Einzahlung von den zwei bis drei Stunden Sport genauso groß wie die Abbuchung? Nein!

Werde dir darüber bewusst wie du deinen Alltag beschreitest und denke nicht 60 – 120 Min. Sport in der Woche ist eine Wunderwaffe gegen alles. Also ist die wichtigste Übung dein Alltag.

Jetzt ist in deinem Kopf eventuell das passiert was bei den meisten Menschen passiert, sie wollen sich ihren Alltag schön reden: Aber Frido ich sitze gar nicht so viel herum… mein Drucker ist in einem anderen Raum oder ich gehe von Besprechung zu Besprechung. Okay… Wir schauen uns mal einen „normalen“ Alltag einer Person an, die eine Bürotätigkeit ausübt. Morgens steht diese Person auf und setzt sich an den Frühstückstisch, dann sitzt sie im Auto auf dem Weg zur Arbeit, dann sitzt sie vor dem PC, dann sitzt zu Mittag in der Kantine, dann fährt diese Person mit dem Auto ins Fitnessstudio, setzt sich dort auf das Fahrradergometer und auf die Kraftgeräte, danach geht es mit dem Auto wieder nach Hause an den Esstisch für die Abendmahlzeit und danach geht diese Person auf die Couch. Es hört sich übertrieben an? Nein, diese Person war sogar beim Sport, das ist sogar noch der beste Fall.

Bitte versuche aktiv zu leben, zahle so viel wie möglich auf dein Bewegungskonto ein.

Es heißt nicht, dass du jeden Tag 20 km rennen, 500 Liegestütze und 100 Klimmzüge machen musst. Vereinfache es, beantrage ein Stehschreibtisch, nimm den hintersten Parkplatz beim Einkaufen, nimm die Treppe oder fahre mit dem Rad zur Arbeit.

Weil es Dein Körper ist…